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Pumphose

Es gibt kaum etwas Schöneres, als ein mit Liebe selbstgenähtes Geschenk. Diese Pumphose ist für unsere kleinen Schätze besonders praktisch, bequem, zuckersüß und sie wächst herrlich mit. Sie passt sich also allen Babygegebenheiten wunderbar an. Unsere Pumphose soll zum Wenden und somit auch gefüttert sein. Sie kann daher von beiden Seiten getragen werden.

Dass das viel leichter ist, als es sich anhört, zeigen wir dir jetzt!

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Das brauchst Du: 

  • Stoff (z.B. Jersey, Nicky, Sweat oder auch Baumwolle, Bündchen)
  • heruntergeladenes Schnittmuster + ausgeschnittene Schnittteile
  • Papierschere
  • Stoffschere
  • Kleber
  • Stecknadeln
  • Handnähnadel
  • Garn
  • Maßband
  • Lineal


Daraus ergibt sich folgender Zuschnitt: 

  • 2 x Innenhose im Stoffbruch
  • 2 x Außenhose im Stoffbruch
  • 1 x Taillenbündchen
  • 2 x Saumbündchen 


Wir nehmen für die Außenhose gemusterte Baumwolle und für die Innenhose einen uni Jersey Stoff.

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Zuerst musst Du Dir natürlich unser fertiges Schnittmuster herunterladen. Unsere Pumphose gibt es in der Gr. 56/62 (Download) und 74/80 (Download). Bedenke hierbei bitte, dass Die Maße immer variieren können. Die Größe von gekaufter Babykleidung kann kleiner ausfallen. Durch die etwas längeren Saumbündchen wächst unsere Pumphose mit und kann somit schön lange getragen werden. 

Schneide Dein Schnittmuster entlang der Linien aus. Für Größe 74/80 gibt es zwei Seiten zum ausdrucken. Diese musst Du an den markierten Stellen zusammenkleben. A muss zu A und B muss zu B.

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 Ausgeschnitten und zusammengeklebt sollte Dein Schnittmuster nun so aussehen.

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Zur Erinnerung vor dem Zuschnitt: 
Unsere Stoffe liegen einmal gefaltet auf den Stoffballen. Ist der Ballen also z.B. 75 cm lang, so hat Dein Stoff eine Stoffbreite von ca. 140 cm. Der Fadenlauf ist parallel zur Webkante. Hier im Bild kannst Du genau sehen wo sich Fadenlauf und Webkante befinden.

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Für die Pumphose benötigst du 2 separate Hosen die wir in 2 unterschiedlichen Stoffen zuschneiden. Wenn Du nicht vor hast die Hose zu wenden, sondern einfach nur eine Pumphose willst die schön gefüttert ist, dann kannst Du für innen und außen den gleichen Stoff verwenden.

Klappe Deinen Stoff einmal um, sodass die rechte, schöne Stoffseite innen liegt. An der Stoffbruch Markierung im Bild muss Dein Schnitt an den Stoffbruch Deines Stoffes gelegt werden. Stecke den Schnitt mit Nadeln fest. Dieses Schnittteil benötigen wir aus dem gemusterten Baumwollstoff zweimal.

Tipp: Verwendest Du einen Stoff mit großem Muster, benötigst Du immer ein bisschen mehr Stoff. Hier ist es besonders schön, wenn Du das Muster beim Zuschnitt beachtest. Das bedeutet, dass Du Deinen Schnitt dann am Muster ausrichtest und dadurch mehr Verschnitt hast.

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Deine Innenhose wird im gleichen Schema zugeschnitten wie Deine Außenhose. Auch diese benötigen wir 2 mal, in diesem Fall aus Jersey uni.

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Um dir das Nähen später zu erleichtern, setzen wir Knipse. Ein Knips ist ein kleiner Einschnitt in die Nahtzugabe um wichtige Stellen im Stoff zu markieren. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass dieser Einschnitt nicht zu tief ist. Wir haben eine Nahtzugabe von 1 cm, unser Knips ist also ca. 2 - 3 mm lang. Markiert wird am Stoffbruch. Einmal unten in der Innenbeinnaht und einmal oben am Bund. Außerdem markieren wir die Wendeöffnung. Wie im Schnitt markiert, befindet sie sich in der Seitennaht. Du benötigst die Wendeöffnung nur in einer Hose. Da die Pumphose zum Wenden gedacht ist, ist es egal ob sie auf die Innen- oder Außenhose kommt.

Wir werden die Seitennaht unserer Innenhose später noch mit einem Band verzieren. Daher müssen wir die Wendeöffnung auf unserer Außenhose platzieren. 

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Hast Du Deinen Knips gesetzt, sieht er so aus. 

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Deine Hosen sind jetzt fertig zugeschnitten. Wir haben also 2 mal die Außenhose und 2 mal die Innenhose. 

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Jetzt schneiden wir noch die Bündchen zu. Dazu brauchst Du: 

  • Saumbündchen 2 x 21 cm x 20 cm
  • Taillenbündchen 1 x18,5 cm x 22 cm im Bruch (ergibt ein langes Schnittteil von 44 cm x 18,5 cm) 


Für die Größe 56/62 benötigst Du: 

  • Saumbündchen 2 x 19 cm x 18 cm
  • Taillenbündchen 1 x 16,5 cm x 18,5 cm im Bruch (ergibt ein langes Schnittteil von 37 cm x 16,5 cm) 


Da wir kein Schnittteil für das Bündchen benötigen schneiden wir diese Vierecke so zu. Die Maße misst du mit Lineal und Maßband ab und markierst sie auf dem Bündchen Stoff.

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Alles zugeschnitten? Super, Deine Schnittteile sollten nun wie bei uns im Bild zu sehen ausschauen. Dann können wir nun mit dem Nähen beginnen.

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Als erstes nähen wir die zwei Hosen separat zusammen. Lege die 2 Zuschnitte Deiner Außenhose rechts auf rechts aufeinander und stecke sie mit Nadeln fest. 

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Das gleiche machen wir mit der Innenhose. Seitennähte und Innenbeinnaht sind fixiert.

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Jetzt kommen Deine Knipse zum Einsatz. Diese müssen immer aufeinandertreffen. Achte darauf beim feststecken.

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Wir nähen den Jersey Stoff mit einem Stretchstich. Dieser hat in unserem Falle eine Stichlänge von 2,5 und eine Stichbreite von 1. Wenn Deine Nähmaschine keinen Stretchstich hat, nähe Deine Hose mit einem klein eingestellten Zickzackstich. Die Nahtzugabe beträgt 1 cm. Deine genähte Naht muss also einen Abstand  von 1 cm zur Schnittkante haben. Genäht wird pro Hose 1 x Innenbeinnaht und 2 x Seitennähte. Super leicht oder?

Wichtig: Eine Deiner zwei Hosen benötigt eine Wendeöffnung um die Saumbündchen später anbringen zu können. Wie bereits erwähnt, wird unsere Innenhose noch verziert. Daher lassen wir die Wendeöffnung in unserer Außenhose offen. Das bedeutet: wir lassen eine kleine Lücke in der Naht um später dadurch greifen zu können. 

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Damit sich die Rundung schön legt, schneiden wir die Nahtzugabe der Innenbeinnaht ein wenig zurück. Alternativ kannst Du diese aber auch einschneiden oder mit einer Zickzackschere bearbeiten. Hier kannst Du sehen wie eine zurück geschnittene Nahtzugabe und eine Zickzack Kante aussieht.

Warum eigentlich Innenbeinnaht? Streng genommen ist unsere Innenbeinnaht eine Mischung aus Schrittnaht und Innenbeinnaht. Doch Du fragst Dich immer noch wozu das Ganze? Damit Dein kleiner Schatz nicht mit dem Popöchen auf einer unbequemen Naht liegen muss, hat unser Schnitt keine Schrittnaht. Das erhöht die Bequemlichkeit und erleichtert Dir das Nähen zugleich. 

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Deine zwei Hosen sind fertig genäht.

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Die Nahtzugaben werden auseinander gebügelt, so erhältst Du ein tolles Ergebnis.

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Jetzt heißt es, ran an die Bündchen! Bevor die Bündchen an die Hose kommen müssen sie noch zusammen genäht werden. Dazu ist pro Bündchen nur eine Naht notwendig. Auch hier nähen wir mit einer Nahtzugabe von 1 cm.

Stecke Deine Bündchen in der Längsrichtung zusammen und nähe sie ebenfalls mit einem Stretchstich fest. Auch hier gilt natürlich, hat Deine Nähmaschine keinen Stretchstich, so nähst Du mit einem klein eingestellten Zickzackstich. Sind alle Bündchen genäht werden sie einmal umgeklappt, sodass die Nahtzugaben innen liegen und nicht mehr zu sehen sind. 

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Die Schnittkanten liegen aufeinander. Gegenüber der Schnittkanten hast Du nun eine schöne saubere Bruchkante.

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Deine Bündchen sind alle umgeklappt und mit Nadeln an den Nähten fixiert.  

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Wichtig sind bei den Bündchen die Markierungen. Das geht ganz leicht.

  1. Bündchen so falten, dass Die Naht in einer Kante liegt. Die gegenüberliegende Seite ergibt die nächste Markierung. Hier : grüne Nadel.
  2. Nun legst Du Nadel auf Nadel
  3. Und markierst die Kanten

In Nullkommanichts haben wir den Umfang Deines Bündchens in 4 Teile geteilt.

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Der einfache Teil ist geschafft. Ab jetzt wird es ein wenig kniffliger, aber keine Sorge, Du wirst es schaffen!

Zuerst nähen wir das Taillenbündchen an. Dazu stecken wir es auf die Innenhose.

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An den markierten Nadeln stecken wir das Bündchen an der Hose fest. Bündchennaht auf eine Seitennaht, gegenüberliegende Nadel an die gegenüberliegende Seitennaht. Die zwei übrigen Nadeln kommen jeweils an die Knipse der Hosenbundmitten.

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Da das Bündchen enger ist als die Hose, entstehen hier Falten. Das ist aber ganz normal und wird beim Nähen reguliert. 

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Um zwischen die 4 Markierungspunkte weitere Nadeln stecken zu können, musst Du Bündchen und Hose ein wenig ziehen.

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Das Bündchen soll ja zwischen Innen- und Außenhose kommen, damit es schön sauber verarbeitet ist. Die gesteckte Innenhose stecken wir jetzt in die Außenhose. Beachte hierbei, dass die Hosen rechts auf rechts ineinander gesteckt werden müssen. 

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An den bereits gesteckten Nadeln fixierst Du nun die Außenhose genauso wie wir es bei der Innenhose gemacht haben. Achte darauf, dass nichts verdreht ist.

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Bevor es ans Nähen geht bereiten wir unsere Maschine vor. In der Regel lässt sich der vordere Teil Deiner Maschine entfernen, indem Du ihn einfach seitlich raus ziehst. So hast Du mehr Freiraum beim Nähen. 

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Lege Deine Hose so unter Deinen Nähfuß, dass der Abstand von Nadel zur Schnittkante 1 cm beträgt. Da wir im Schnitt ja eine Nahtzugabe von 1cm haben.

Wie Du im Bild sehen kannst und auch merken wirst, wellen sich Deine Stofflagen. Das liegt daran, dass das Bündchen enger ist als Deine Hosen. Halte den Stoff beim Nähen gut fest und ziehe ihn so, dass eine glatte Strecke entsteht. So arbeitest Du dich Stück für Stück vor, bis du einmal ringsherum genäht hast. Das funktioniert nur wenn ein Stoff, der verschiedenen Lagen, elastisch ist. 

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Tipp: Die meisten Stretchstiche haben keine Rückstichfunktion. Bist Du also am Anfang Deiner Naht wieder angekommen, nähe ein paar Zentimeter über den Anfang drüber. So verriegelst Du Deine Naht und es kann nichts mehr aufgehen. 

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Dein Taillenbündchen ist angenäht. Es befindet sich nun zwischen Innen- und Außenhose.

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Unsere Hose wird jetzt gewendet. Das Wenden ist zugegebenermaßen etwas mühselig. Arbeite Dich auch hier Stück für Stück vor. So klein Dir auch alles erscheinen mag, es wird funktionieren.

Jetzt kommt das Saumbündchen dran. Stecke zunächst ein Saumbündchen auf ein Hosenbein. Du kannst sowohl mit dem Linken als auch mit dem Rechten beginnen. Kontrolliere nochmal, dass beide Hosen schön ineinander gesteckt sind und sich kein Beinchen verdreht hat. 

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Die offenen Kanten des Bündchens liegen unten. Die Bündchennaht trifft auf die Innenbeinnaht. Ziehe das Bein der Innenhose ein wenig raus. 

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Klappe nun die Nahtzugabe der Innenhose wie im Bild zu sehen um. Der Pfeil zeigt Dir, wo diese hinkommen soll. Die Innenbeinnaht der Innenhose kommt auf die Naht des Saumbündchens. 

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Greife durch die Wendeöffnung Deiner Hose. Wir erinnern uns, in unserem Falle ist die Wendeöffnung auf der Außenhose. Die umgeklappte Nahtzugabe Deiner Innenhose muss auf das Saumbündchen treffen. Halte Deine Hosen an der Stelle ganz besonders gut fest.

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Ziehe Deinen Arm langsam wieder heraus. Zwischen Daumen und Zeigefinger lässt Du Deine Hose nicht los. Das ist sehr wichtig!

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Fixiere jetzt die zusammengehaltene Stelle. Beim Herauszuziehen kann das ein wenig verrutschen. Achte darauf, dass die Nähte aufeinander treffen.

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Zugegeben, Deine Hose schaut gerade sehr merkwürdig aus. Doch keine Sorge, es ist alles richtig. Wie auch beim Taillenbündchen musst Du darauf achten, dass Du den Stoff beim Nähen ziehst. Das ist bei dem Saumbündchen wesentlich kniffliger, da Du hier viel weniger Platz hast. Mit ein wenig Geduld klappt es aber.

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Eine Saumbündchen ist fertig. Nun wird wieder gewendet.

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Durch Die Wendeöffnung kommt das fertige Saumbündchen zum Vorschein. 

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Genau das gleiche machen wir jetzt mit dem zweiten Saumbündchen. Feststecken, durch die Wendeöffnung greifen, Nahtzugabe umklappen, festhalten und herausziehen.

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Ist auch das zweite Saumbündchen dran, ist Deine Hose auch schon fast fertig! Von Beiden Seiten ist alles sauber verarbeitet.

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Die Wendeöffnung schließen wir jetzt mit einem Leiterstich. In der Theorie funktioniert er so.

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Und in der Praxis sieht das dann so aus:

Faden in Handnähnadel fädeln und am Ende Deiner Nähmaschinennaht von der linken Stoffseite einstechen. Der Abstand von Nadeleinstich und Schnittkante ist wieder 1cm, nämlich unsere Nahtzugabe. Steche von der rechten Stoffseite in gleicher Höhe in das gegenüberliegende Stoffteil. Wiederhole dies wieder auf der gegenüberliegenden Stoffseite.

Hier entsteht nun eine kleine Leiter. Du kannst den Faden locker lassen und immer nach ein paar Stichen festziehen, so kannst Du Deiner Leiter zusehen wie sie sich schließt. Je kleiner die Stiche, desto sauberer das Ergebnis. 

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Hast Du die ein oder andere Pumphose schon mal genäht, kannst Du dich auch an Verzierungen trauen.

Wir haben die Innenhose unserer Pumphose mit unserem wunderschönen Webband Fuchs in gelb / orange verziert. Dazu eignet sich am besten der Stretchstich. Du solltest jedoch zuvor eine Nähprobe machen um ein Gefühl für die unterschiedlichen Materialien zu bekommen.

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Und fertig ist Deine wunderschöne selbstgemachte Pumphose zum Wenden.

 

 

 

 

 

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