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Belege

Belege sind formgleiche Gegenstücke von Kanten und Ausschnitten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kanten sauber zu nähen. Eine Möglichkeit bieten Belege. Egal ob der Ausschnitt rund, eckig oder spitz ist - ein Beleg lässt sich immer anbringen. Möglichst immer sollten Belege mit Einlagen verstärkt werden, damit sie eine gute Form behalten und sich das Kleidungsstück gut legt.  

 

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Einen Schnitt für einen Beleg kannst Du ganz einfach selbst herstellen. Hierfür brauchst Du den Schnitt für das Kleidungsstück, an welches der Beleg soll. Ich habe hier den Beleg als Halsausschnitt verarbeitet und daher die Schnittteile eines Vorder- und Rückteils.

 

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Als nächstes wird die Ausschnittlinie mit einem Bleistift auf Papier übertragen. Ebenso die Schulterlinie. Die Breite deines Belegs kannst du selbst bestimmen. Er sollte allerdings nicht so breit wie die gesamte Schulter sein. Eine übliche Belegbreite ist ca. 4-5cm, je nachdem für welches Kleidungsstück er gedacht ist. Übertragen kannst Du dir die Belegbreite indem Du mit einem Handmaß von der Ausschnittkante aus misst und kleine Punkte oder Striche setzt.

 

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Wie Du siehst, passt dein Beleg genau auf dein Kleidungsstück.

 

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Solltest Du einen elastischen Beleg für ein elastisches Shirt herstellen, schneidest du den Beleg ca. 5% kleiner als den Ausschnitt, denn durch die Dehnung rollt sich der Beleg dann automatisch nach innen.

 

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Es lohnt sich den Belegstoff vorher zu fixieren und anschließend die Belegteile zuzuschneiden, da die Einlage beim Bügeln eingehen könnte und dann nicht mehr auf das Schnittteil passen könnte.

 

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Zugeschnitten sieht das Ganze dann so aus.

 

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Die untere Kante und Schulternaht vom Beleg wird offen bleiben. Durch die Fixierung franst der Stoff zwar weniger aus, ist aber nicht vollständig gesichert. Deshalb sollte der Beleg entweder versäubert oder eingefasst werden.

 

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Es werden die Schulternähte des Kleidungsstücks geschlossen. Hierfür legst Du den Stoff wie üblich rechts auf rechts.

 

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Auch die beiden Belegteile werden in den Schulternähten geschlossen.

 

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Danach müssen die Nähte gebügelt werden. Es ich wichtig, die Beleg- und Schulternahtzugaben auseinander zu bügeln, damit nicht zu viele Lagen Stoff später übereinander liegen und für einen unschönen Wulst sorgen.  

 

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Vordere und hintere Mitte des Belegs und des Kleidungsstücks sollten mit einer Nadel oder einem kleinen Zwick markiert werden.

 

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Dann steckst Du den Beleg rechts auf rechts auf dein Kleidungsstück und nähst ihn an der oberen Kante an.

 

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Hier besteht der einzige große Unterschied zwischen elastischem Jersey und einem unelastischen Baumwollstoff. Du siehst, dass sich bereits beim Aufeinanderstecken der Ausschnitt wellt, weil er mehr Weite als der Beleg enthält.

 

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Der unelastische Stoff kann hier einfach glatt aufgenäht werden. Der elastische Beleg dagegen muss beim Nähen ganz leicht gezogen werden, damit er die gleiche Länge hat und auf den Ausschnitt passt.

 

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Anschließend habe ich beim Baumwollstoff die Nahtzugabe auf den Beleg niedergesteppt. Dadurch legt sich die Kante automatisch glatt.

 

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Beim Jersey habe ich eine andere, etwas sportlichere Variante gewählt, indem ich die Kante abgesteppt habe.

 

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Damit der Beleg nicht so leicht aus deinem Kleidungsstück rutscht, wird er einfach mit ein paar Handstichen an die Nahtzugabe genäht.

 

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Und schon sind deine sauberen Halsauschnitte mit Beleg fertig!  

Tags: Nählexikon
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